Gefährdungsbeurteilungen von Arbeitsmitteln mit dem MEBEDO ELEKTROmanager und der Software GEPI
Arbeitsmittel müssen regelmäßig geprüft werden. Dies ist unter anderem in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) im § 10 „Prüfung der Arbeitsmittel“ vom Gesetzgeber gefordert.
Das zeitliche Intervall zwischen zwei aufeinanderfolgenden Prüfungen, das Prüfintervall, ist dabei nicht fest vorgegeben. Um die Prüffristen rechtssicher zu ermitteln ist in der BetrSichV im § 3 eine Gefährdungsbeurteilung gefordert. Auszug aus BetrSichV § 3, Abschnitt (3):
„Für Arbeitsmittel sind insbesondere Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen zu ermitteln …“
Der Betreiber ist somit dafür verantwortlich, die Prüffristen für die Wiederholungsprüfungen aller Arbeitsmittel festzulegen. Dies gilt übrigens auch für gemietete, geleaste und auch private Arbeitsmittel von Mitarbeitern, die im Betrieb zum Einsatz kommen. Dabei müssen alle äußeren Gefahren, die auf das Arbeitsmittel einwirken, dessen Funktionssicherheit beeinträchtigen oder zu Unfällen, Störungen etc. führen können, ermittelt und beurteilt werden.
In den Technischen Regeln zur Betriebssicherheit - TRBS 1111 und TRBS 1112 - finden Sie weitere Informationen zur praktischen Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen.
Für diese Vorgehensweise kann es keine allgemein gültige „Musterlösung“ geben, die auf alle Arbeitsmittel gleichermaßen anzuwenden ist. Es muss stets auf die jeweilige Situation spezifisch eingegangen werden, die für ein Arbeitsmittel von Unternehmen zu Unternehmen und auch innerhalb eines Unternehmens sehr unterschiedlich sein kann.
Die MEBEDO GmbH bietet zum Thema Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV neben dem hauseigenen ELEKTROmanager die Software GEPI an. Mit Hilfe von GEPI können die vom Gesetzgeber geforderten Gefährdungsbeurteilungen einfach durchgeführt und rechtssicher dokumentiert werden. Diese Softwarelösung bietet verschiedene Vorteile gegenüber anderen Softwareprodukten oder Papierlösungen. Im Folgenden beschreiben wir an einem praktischen Beispiel die Vorgehensweise, eine Gefährdungsbeurteilung mit der Software durchzuführen.
Als Grundlage für die Ermittlung der Gefährdungen ist in GEPI ein Katalog hinterlegt. Der Katalog wird in einer Baumstruktur dargestellt und besteht immer aus drei Ebenen:
- Objektklassen (Kategorien)
Beispiel: Ortsveränderliche Geräte
- Fragen nach Gefährdungen zu der jeweiligen Objektklasse
Beispiel: Mechanische Gefährdungen
- Antworten auf die Fragen: Die relevanten Gefährdungen
Beispiel: Ungeschützte bewegte Teile
Der Prüfer geht bei der Gefährdungsbeurteilung die einzelnen Fragen der relevanten Objektklasse durch und wählt die zutreffenden Antworten aus.
Der Katalog enthält bereits allgemeine Vorgaben, die der Anwender nach seinen Wünschen auch während der Gefährdungsbeurteilung dynamisch bearbeiten und erweitern kann. Damit erreicht man die Flexibilität, die für diese Thematik notwendig ist. So können beispielsweise neue Gefährdungen aufgenommen oder die Bewertung/Einstufung einzelner Gefährdungen anders gewichtet werden, was bei den üblichen statischen Lösungen nicht oder nur schwer möglich ist.
Als Ergebnis einer mit GEPI durchgeführten Gefährdungsbeurteilung erhält man sowohl die Dokumentation der einzelnen Gefährdungen als auch den Grad der Gesamtgefährdung (die so genannte Gefährdungsklasse), nach dem sich das Prüfintervall für die beurteilten Arbeitsmittel richtet.
Es sind insgesamt 8 Gefährdungsklassen definiert, wobei nur die Klassen 1-7 als Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung in Frage kommen:
0: Keine Gefährdungsklasse gesetzt.
1: Außergewöhnlich hohe Beanspruchung/Gefährdung.
2: Hohe Beanspruchung/Gefährdung.
3: Erhöhte Beanspruchung/Gefährdung.
4: Normale Beanspruchung/Gefährdung.
5: Verringerte Beanspruchung/Gefährdung.
6: Niedrige Beanspruchung/Gefährdung.
7: Außergewöhnlich niedrige Beanspruchung/Gefährdung.
Die im MEBEDO ELEKTROmanager inventarisierten Arbeitsmittel können so direkt über GEPI einer Gefährdungsbeurteilung unterzogen werden. Diese wird im MEBEDO ELEKTROmanager zum jeweiligen Arbeitsmittel abgespeichert. Arbeitsmittel mit den gleichen Gefährdungen können auch gemeinsam beurteilt werden.
Artikel in Bearbeitung: wird fortgesetzt!

- GEPI aus dem MEBEDO ELEKTROmanager aufrufen
