Arbeiten im spannungsfreien Zustand

Arbeiten im spannungsfreien Zustand bedeutet Arbeiten an elektrischen Anlagen, deren spannungsfreier Zustand zur Vermeidung elektrischer Gefahren hergestellt und sichergestellt ist.

Die Arbeitsmethode „Arbeiten im spannungsfreien Zustand“ muss unter Einhaltung der fünf Sicherheitsregeln angewendet werden. Um die Gefahren und Risiken gering zu halten, müssen zur Herstellung des spannungsfreien Zustands und zum Erhalt des spannungsfreien Zustands für die gesamte Dauer der Arbeiten an den jeweiligen elektrischen Anlagen die „fünf Sicherheitsregeln“ in der normativ vorgegebenen Reihenfolge eingehalten werden. Dies ist:

  • Freischalten
  • Gegen Wiedereinschalten sichern
  • Spannungsfreiheit feststellen
  • Erden und Kurzschließen
  • Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Arbeiten unter Spannung

Arbeiten unter Spannung (AuS) sind Tätigkeiten, bei der eine Person bewusst mit Körperteilen oder Werkzeugen, Ausrüstungen oder Vorrichtungen unter Spannung stehende Teile berührt oder in die Gefahrenzone gelangt. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Arbeiten unter Spannung (AuS).

Gruppe 1 sind Arbeiten unter Spannung (AuS), die Elektrofachkräfte (EFK) ohne Spezialausbildung in Arbeiten unter Spannung (AuS) ausführen dürfen. Dies umfasst Tätigkeiten wie z. B. das Feststellen der Spannungsfreiheit, die Fehlersuche in Hilfsstromkreisen.

Gruppe 2 sind Arbeiten unter Spannung (AuS), die eine Spezialausbildung für Arbeiten unter Spannung (AuS) nach VDE 0105-100 Abs. 6.3.2, 6.3.2.101 bis 6.3.2.103 erfordern. Für Arbeiten unter Spannung (AuS) sind grundsätzlich besondere technische und organisatorische Maßnahmen, wie z. B. Arbeitsanweisungen, erforderlich.